Kreative Strategiearbeit mit LEGO Serious Play
Wie lassen sich komplexe Themen spielerisch greifbar machen? Michel Knecht zeigt, wie LEGO® SERIOUS PLAY® Denken, Dialog und Perspektiven verbindet.
Denken sichtbar machen
Viele Menschen verbinden LEGO zunächst mit Kindheit. In der strategischen Arbeit mit Führungskräften entfaltet das Material jedoch eine tiefere Wirkung. Michel Knecht, zertifizierter LEGO® SERIOUS PLAY®-Facilitator, nutzt diese Methode, um gemeinsam komplexe Fragestellungen zu durchdenken.
Gerade in Organisationen entstehen Herausforderungen häufig nicht nur durch fehlende Lösungen, sondern bereits durch unterschiedliche Interpretationen der Situation. Wenn Teams ausschließlich mit Worten arbeiten, bleiben Missverständnisse und Interpretationsspielräume bestehen.
Mit LEGO® SERIOUS PLAY® hingegen werden Gedanken in dreidimensionale Modelle übersetzt. Diese Modelle schaffen sichtbare Bezugspunkte für den Dialog und erleichtern ein gemeinsames Verständnis. Gleichzeitig aktiviert das Arbeiten mit den Händen zusätzliche kognitive Prozesse. Forschungen zur Embodiment-Theorie zeigen, dass Denken und Handeln eng miteinander verbunden sind.
Modelle als gemeinsamer Bezugspunkt
Ein besonderer Effekt dieser Methode zeigt sich im Gespräch über die Modelle. Alle Beteiligten betrachten dasselbe Objekt und beschreiben dessen Bedeutung. Dadurch entstehen präzisere Rückfragen und ein strukturierterer Austausch.
Michel Knecht beschreibt, dass das Modell eine hilfreiche Distanz schafft: Die Diskussion richtet sich nicht auf die Person, sondern auf das Modell und die darin enthaltene Aussage. Dadurch lassen sich auch sensible oder bislang unausgesprochene Themen sachlicher ansprechen. Unterschiedliche Perspektiven werden sichtbar, ohne sofort bewertet zu werden. Gerade in Führungsteams ermöglicht diese Form des Dialogs oft einen offeneren Austausch und ein klareres gemeinsames Bild der Situation.
Wenn gemeinsames Verständnis entscheidend ist
LEGO® SERIOUS PLAY® ist besonders wirksam, wenn Organisationen ein gemeinsames Verständnis entwickeln müssen, bevor Entscheidungen getroffen werden können. Typische Anwendungsfelder sind Strategieprozesse, Rollenklärungen, Führungsfragen und die Ausrichtung von Teams. Gerade bei komplexen Themen hilft die Methode, unterschiedliche Sichtweisen strukturiert zusammenzuführen.
Durch die Verbindung aus Bauen, Erzählen und Zuhören entsteht ein Arbeitsprozess, in dem Perspektiven sichtbar werden und Zusammenhänge klarer hervortreten.
Wenn Gedanken in Modelle übersetzt werden, entsteht ein gemeinsamer Bezugspunkt für den Dialog.
Dadurch wird komplexes Denken sichtbar und besprechbar.
Vita Michel Knecht
Michel Knecht ist Geschäftsführer der Gemeinde-Support AG (Baden, Schweiz) und Mandatsleiter bei der Almo AG KMU Support. Er begleitet Organisationen in strategischen, organisatorischen und finanziellen Fragestellungen. In Strategie- und Entwicklungsprozessen setzt er LEGO® SERIOUS PLAY® als strukturiertes Denk- und Dialoginstrument ein. Methodisch ist er zertifizierter Trainer für LEGO® SERIOUS PLAY®, PLAYMOBIL pro und 3-D-Welten. Zudem ist er Facilitator für Brain2Business und Six Bricks sowie Playful Facilitator Playristik. Diese Methoden setzt er gezielt dort ein, wo komplexe Themen strukturiert bearbeitet und Beteiligungsprozesse wirksam gestaltet werden sollen.
Schloss Marbach – Raum für neue Perspektiven
Auf Schloss Marbach entfaltet LEGO® SERIOUS PLAY® seine Wirkung in einem besonderen Spannungsfeld: der Verbindung von spielerischer Methode und historischem Ort. In Räumen wie unserem Kreativraum Gallery entsteht bewusst Distanz zum Alltag – ein Umfeld, das Perspektivwechsel erleichtert und konzentriertes Arbeiten ermöglicht. So entsteht Freiraum für neue Denkbewegungen.
In unserem LEGO® SERIOUS PLAY®-Rahmenprogramm können komplexe Themen jenseits des operativen Tagesgeschäfts sichtbar gemacht und gemeinsam weitergedacht werden.