1839 Tod von Graf Grimaudet im erneuerten Schloss. Beisetzung auf dem Friedhof in Wangen.
1829 Der französische Graf de Grimaudet erwirbt das Anwesen und lässt es mit grossem Aufwand verbessern und verschönern. Die jetzigen Grund- und Aussenmauern stammen von dieser Bautätigkeit. Die Burg wird seither als Schloss Marbach bezeichnet.
1598 Freiherr Kaspar von Ulm gelingt es, den ehemaligen Besitz seiner Familie zurückzukaufen. Seinem Sohn Ludwig, der am Kaiserhof eine einflussreiche Stellung hat, erwirkt einen kaiserlichen Befehl, worauf Marbach an seine Familie zurückzuverkaufen sei. Nach 1461 und 1570 brennt Marbach während des Dreissigjährigen Krieges ein drittes Mal ab. Über 300 Jahre bleibt der Herrschaftssitz im Besitz der ungezählten Mitglieder der Familie von Ulm, die Marbach in Erbgängen an sich bringen, es sich untereinander verkaufen oder sich in seinem Unterhalt übernehmen.
1587 Kaiserliche Kommissare müssen die Schulden Ulrich Fuggers regeln. Marbach wird an die Erben Peutingers zurückgegeben, von denen es Graf Jakob Fugger, der Domprobst zu Konstanz, zurückkauft.
1581 Graf Ulrich Fugger, Herr zu Kirchberg und Weissenhorn, kauft die Marbacher Güter von den Peutingers, allerdings nur auf Kredit, denn der Reichtum dieses Familienzweiges der Fugger ist zu dieser Zeit schon sehr zusammengeschmolzen.
1558 Durch Erbteilung sind die Güter der Familie von Ulm zersplittert. Marbach wird an die Augsburger Patrizierfamilie Peutinger verkauft.
1461 Die Burg Marbach wird aus ›Verwahrlosung‹ ein Raub der Flammen.
1430 Im Laufe von Streitigkeiten zwischen den Konstanzer Patriziern und den Zünften bekennt sich Jakob II. von Ulm zu den Patriziern und verschanzt sich auf der Burg Marbach. Die aufständischen Konstanzer Bürger stürmen die Anlage und verwüsten sie.
1409 Nikolaus Sattler verkauft Marbach an Freiherr Jakob I. von Ulm aus der Konstanzer Stadtadelsfamilie.
1387 Ein Nikolaus Sattler von Ravensburg kauft die Burg Marbach nach dem Tod Mangold von Brandis und erwirbt ein Jahr später den Kehlhof. Jetzt sind Marbach und Wangen erstmals in einem Besitz.
1384 Mangold von Brandis, nun Abt von Reichenau und Bischof von Konstanz, lässt Marbach wieder aufbauen.
1369 Konstanzer Kaufleute fahren mit 18 Schiffen vor die Burg. 400 Mann stürmen die Wehranlage und äschern sie ein. Nur neun Bewaffnete verteidigen einige Tage mit Erfolg die Burg, ergeben sich jedoch danach und werden in Konstanz enthauptet.
1365 Von dieser strategisch günstigen Stelle aus unternehmen die Berner Freiherren von Brandis Raubzüge, vor allem auf Rheinschiffe, so dass dieser wichtige Handelsverkehr von und nach Konstanz zusammenbricht. Marbach ist ein übles Räubernest, in dem auch der Konstanzer Stadtammann lange Zeit gefangen gehalten wird
1291 Seine erste Erwähnung findet die Burg, die damals wohl eher eine Festung gewesen ist, im Jahre 1291 in der Chronik des Klosters Reichenau. Abt Albrecht von Ramstein urkundet: »… in castro nostro quod Marbach dicitur.«.